Geschichte

Die Wiege der Musik im Städtle | vor 1843

Unsere tiefe Verbundenheit mit der Musik ist in unserer Heimatstadt Hayingen keine moderne Erscheinung, sondern sie reicht zurück in jene Jahrhunderte, in denen das Städtchen vor allem als handwerklich geprägtes Zentrum blühte.

Bereits im historischen Zunftbuch aus dem Jahr 1610 wurden die Orgelmacher, die Erbauer der „Königin der Musikinstrumente“, unter den 26 eingetragenen Berufen als eine ganz herausragende Säule aufgeführt. Mit fünf einheimischen Meistern, die im 17. und 18. Jahrhundert durch ihre meisterhaften Werke im weiten Umkreis Berühmtheit erlangten, gilt das Städtle seit jeher als geschichtsträchtige Pflegstätte der Musik.

Diese Sonderstellung fand auch in der offiziellen Beschreibung des Oberamts Münsingen aus dem Jahr 1825 ihren Widerhall, in der es heißt: „Für die Freunde der Tonkunst ist spärlich gesorgt (es gab damals nur 5 Orte mit Musiken) – Aber die Hayinger Musik ist die beste.“


1843

Auf diesem fruchtbaren Fundament gründete sich schließlich im Jahr 1843 eine der sogenannten Janitscharenmusiken (Militärmusiken), deren Blas- und Schlaginstrumente zum großen Teil aus Mitteln der örtlichen Kirchenpflegschaft finanziert wurden und die fortan die Gottesdienste im Städtle feierlich umrahmten.


1860

Um das Jahr 1860 herum formierte sich schließlich eine neue Gruppe, die im Volksmund bald scherzhaft als „Schrannenfurzer“ bekannt wurde. Hierbei handelte es sich um die „fidelen Hoigner Hochzeitsmusikanten“, deren Name darauf zurückzuführen war, dass die hölzernen Sitzbänke, die sogenannten Schrannen, bei den schnellen Rhythmen der Polkas, Schieber und Rheinländer eigenartig quietschende Töne von sich gaben.

Aus diesen Anfängen bildete sich im Jahr 1860 unsere offizielle Musikgesellschaft.


Der Aufbruch und die Festigung unserer Gemeinschaft | bis 1969

In den darauffolgenden Jahrzehnten stand die Kapelle unter der fachkundigen Leitung von Dirigenten wie Vinzenz Traub, Herr Brecht, Josef Traub, Karl Kleß Senior und Hans Traub, ehe sie schließlich unter der Ägide von Josef Haible zu einer stattlichen Stärke von 33 aktiven Musikern heranwuchs.

Im Jahr 1881 wird unsere Musikgesellschaft zum ersten Mal in städtischen Dokumenten offiziell urkundlich erwähnt.

Als im Jahr 1936 die gesetzliche Verpflichtung zur Registrierung eingeführt wurde, wandelten wir unsere bis dahin unverbindliche Kameradschaft folgerichtig in einen eingetragenen Musikverein unter dem Namen „Stadtkapelle Hayingen“ um.

Nach den schweren, entbehrungsreichen Jahren des Zweiten Weltkriegs wagten wir bereits im Jahr 1945 unter der Leitung von Karl Kleß Senior einen erfolgreichen musikalischen Neubeginn.

Einen bedeutenden Teil unserer Geschichte stellt zudem die ab 1949 bestandene, enge Partnerschaft mit dem Naturtheater Hayingen dar. In vielen Jahren nach 1949 gab es kaum eine Aufführung, die ohne Musiker des Vereins stattfand. Als Anerkennung für diesen treuen Dienst stiftete uns das Naturtheater im Jahr 1961 unsere allerersten einheitlichen Musikertrachten.


Die Geburtsstunde unserer Jugendarbeit | 1970 – 1975

Die 1970er Jahre markierten für unseren Verein den Beginn einer neuen Ära. Nachdem Paul Strauß im Oktober 1970 sein Amt niedergelegt hatte, übernahm Albert Herter als neu gewählter 1. Vorsitzender die Vereinsführung.

Um dem Verein ein stabileres Fundament zu geben, beschloss der Ausschuss im November 1971 die Ausarbeitung einer offiziellen Satzung, sowie in der Generalversammlung 1972 den Beitritt zum Bezirk „Neckar-Alb“.

Mit dem Ziel eine neue Tradition im Städtle zu begründen, veranstalteten wir am 10. Oktober 1971 bei bestem Herbstwetter den ersten Hammellauf, der sich sofort als großer Erfolg und Publikumsmagnet etablierte.

Das Jahr 1973 brachte einen enormen richtungsweisenden Aufschwung in unserer Nachwuchsarbeit, da sich nach einer großen Werbeaktion im Oktober stolze 38 Jungen und Mädchen für die Instrumentalausbildung anmeldeten. Dies veranlasste uns zur Gründung einer eigenen Jugendkapelle unter der Leitung von Jugendleiter Herbert Herter.

Musikalisch war das Jahr ebenso von herausragenden Erfolgen gekrönt, denn beim Wertungsspiel in Mössingen konnten wir unter Josef Haibles Leitung einen 1. Rang in der Mittelstufe erspielen.

Die harte Nachwuchsarbeit trug des Weiteren schnell Früchte, sodass die Jugendkapelle im Dezember 1974 ihre erste Prüfung mit Bravour bestand und sich kurz darauf erstmals der Öffentlichkeit präsentierte.

Zudem etablierte sich 1974 eine bis heute gepflegte Tradition: Die Stadtkapelle begann die Narrenzunft in rot-weißer Uniform zu den Fasnetsumzügen musikalisch zu begleiten.


115-jähriges Jubiläum | 1975

Ein bedeutender Meilenstein folgte im Juni 1975, als unser Verein sein 115-jähriges Bestehen im Rahmen des viertägigen Kreismusikfests feiern konnte. Vor rund 2.500 Gästen gipfelten die Feierlichkeiten in einem grandiosen Festumzug, der von insgesamt 41 Musikkapellen gestaltet wurde.

Unsere Jugendkapelle war bis dahin auf 42 Mitglieder gewachsen und gab unter Herbert Herter ihr offizielles, viel bejubeltes Festdebüt.

Auch die aktive Kapelle setzte musikalische Maßstäbe, indem wir uns beim Wertungsspiel in Gomaringen in der Mittelstufe unter der Leitung von Josef Haible erneut einen 1. Rang erspielten.


1976 – 1979

Nachdem Hans Perzi 1976 das Amt des 1. Vorstands übernommen hatte, bauten wir im Jahr 1977 in über 300 ehrenamtlichen Arbeitsstunden den neuen Proberaum in eigener Regie aus.

Die Nachwuchsförderung lief parallel auf Hochtouren, sodass eine neue Gruppe mit 46 Jugendlichen ausgebildet wurde, die von erfahrenen aktiven Musikern unterrichtet wurden. Ein herausragender Erfolg gelang dieser Jugendkapelle beim Wertungsspiel des Kreisverbandsmusikfests in Großengstingen, wo sie sich auf Anhieb einen 1. Rang erspielen konnten.

Zum Ausklang des Jahrzehnts ernannten wir unseren langjährigen Wegweiser Josef Haible im Jahr 1979 zum Ehrendirigenten.


Unsere erste Schallplatte | 1980 – 1984

Das Jahr 1980 brachte einschneidende Veränderungen im musikalischen Bereich, da wir mit Frieder Farnhamer einen neuen, ambitionierten Dirigenten für die Stadtkapelle gewonnen hatten.

Der absolute Höhepunkt des Folgejahres war unsere Teilnahme am Wertungsspiel beim Kreismusikfest in Emerkingen im Juni 1981, bei dem wir als einzige Kapelle der Mittelstufe die Traumnote „1. Rang mit Auszeichnung“ erzielen konnten.

Bestärkt durch diesen Erfolg und die vollständige Integration der Jugendkapelle im Oktober 1981, wuchs unser Stamm auf über 50 aktive Vereinsmitglieder an.

Umgehend starteten wir mit einer neuen Jungmusikerausbildung in kleinen, intensiven Registern für 18 angemeldete Jugendliche, um den Nachwuchs noch schneller und individueller an das Niveau des aktiven Orchesters heranzuführen.

Dieses ehrgeizige Vorhaben wurde im Jahr 1983 mit dem historischen Durchbruch in die Oberstufe belohnt. Unter der Leitung von Frieder Farnhamer traten wir beim Wertungsspiel in Munderkingen an und erzielten mit den Stücken „On Broadway“ und „Brabant Fantasy“ einen glänzenden 1. Rang mit 110 von 120 Punkten.

Parallel legten unsere 18 Jugendlichen mit einem 1-wöchigen Jugendmusiklager in Tübingen erfolgreich ihre D1-Prüfung ab.

Um unsere musikalischen Meilensteine zu verewigen, spielten wir im Mai 1984 nach intensiven Probenphasen, unter anderem mit dem Komponisten Franz Watz, im renommierten Tonstudio Baur in Ludwigsburg unsere Schallplatte „Aus alter Zeit“ ein.

Zuvor hatte Adalbert Haberbosch im Januar 1984 als bisheriger Vorsitzender sein Amt niedergelegt und Georg Herb wurde in der Generalversammlung einstimmig zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Im selben Jahr wurde die BigBand unter der Leitung von Herbert Pfister gegründet, um die unvergessene Musik aus der „goldenen Zeit“ neu zu interpretieren.


Die Ära Herbert Pfister | ab 1985

Um der starken Fluktuation in der Jugendausbildung entgegenzuwirken, reformierte Jugendleiter Herbert Pfister Anfang 1985 das Ausbildungskonzept: Es wurden semi-professionelle Ausbilder engagiert, um die Qualität und Motivation der Jungmusiker langfristig zu sichern.

Dass sich diese qualitativen Ansprüche auszahlten, bewies die Jugendkapelle unter seiner Leitung bereits beim 20. Musik- und Liederabend im April 1985, wo sie das Publikum mit modernen, lateinamerikanischen Rhythmen zu Begeisterungsstürmen hinriss.

Im September desselben Jahres übernahm er, nach einem kurzen Intermezzo von Klaus Schlick, zusätzlich den Dirigentenstab. Dies war der Beginn einer außergewöhnlich prägenden Ära, die sich über fast drei Jahrzehnte erstrecken und sowohl das musikalische Niveau unseres Orchesters als auch die Struktur der Jugendarbeit auf ein völlig neues Fundament stellen sollte.

Zu den ersten Highlights unter seiner Führung zählten sein glanzvolles Debüt beim Volkstümlichen Abend im November 1985, sowie eine unvergessliche (Jugend-) Konzertreise ins französische La Rochelle/Aytré im Juli 1987.


Kirchenkonzerte, Country-Kult und SWR-Rampenlicht | 1990 – 2010

Die 1990er Jahre brachten unter dem Taktstock von Herbert Pfister neue, innovative Veranstaltungsformate mit sich. So gab die Stadtkapelle im April 1990 ihr erstes feierliches Kirchenkonzert in der vollbesetzten St. Vitus Kirche in Hayingen.

Um darüber hinaus eine neue Einnahmequelle zu erschließen, veranstalteten wir am 29. Februar 1992 den ersten Country-Abend in der Festhalle. Dieses, in liebevoller Western-Atmosphäre gestaltete Event, entwickelte sich rasch zu einem absoluten Kult-Klassiker der Hayinger Fasnet, ehe es im Jahr 2005 mit der 14. Auflage eingestellt wurde.

Inmitten dieser Ära wurde 1994 Wolfgang Boy zum 1. Vorsitzenden gewählt. Er führte den Verein über einen rekordverdächtigen Zeitraum von 18 Jahren hinweg mit großem persönlichem Einsatz durch zahlreiche Festivitäten.

Ein besonderes Highlight seiner Amtszeit war der Besuch des SWR-Fernsehens im Sommer 2001, bei dem die Stadtkapelle und die BigBand auf der Burg Derneck für die Sendung „Treffpunkt Abendmelodie“ vor der Kamera standen.

Die Jugendarbeit erfuhr unter Herbert Pfister eine immer tiefere Strukturierung: Um den Übergang in die aktive Kapelle noch fließender zu gestalten, etablierte er ab 1997 ein dreistufiges Ausbildungssystem, das sich aus Blockflötengruppe, Bläsergruppe und der Jugendkapelle zusammensetzte. Zusätzlich rief er 1999 das Vororchester ins Leben.

Auch im aktiven Orchester konnten unter seiner Leitung sinfonische Meilensteine erreicht werden, unter anderem die erfolgreiche Teilnahme am Wertungsspiel der Oberstufe beim Landesmusikfest in Ehingen im Jahr 1998 oder das anspruchsvolle Doppelkonzert mit dem Musikverein Kirchen im Jahr 2001.

Neben den musikalischen und festlichen Aktivitäten engagierten sich die Vereinsmitglieder auch gesellschaftlich: Im April 2003 beteiligten sich acht Mitglieder an der historischen Gedenk-Musikerkette von Grafeneck nach Zwiefalten, um mit musikalischen Signalen der Euthanasieopfer zu gedenken.


150-jähriges Jubiläum | 2010

Das Jahr 2010 ging als das wohl bedeutendste und ereignisreichste Jahr in unsere moderne Vereinsgeschichte ein, als wir stolz unser 150-jähriges Bestehen feierten.

Den musikalischen Auftakt des Jubiläumsjahres bildete das glanzvolle Jubiläumskonzert am 27. März 2010 unter dem bezeichnenden Motto „Momentaufnahmen“. Vor einer vollbesetzten Festhalle präsentierten wir die gesamte Bandbreite unseres musikalischen Könnens, gekrönt von anspruchsvollen Solovorträgen.

Ein großer optischer und kameradschaftlicher Meilenstein war zudem die Anschaffung unserer neuen Vereinsuniformen, die feierlich eingewiehen wurden.

Flankiert wurde das Festjahr durch eine liebevoll kuratierte historische Bildausstellung in der Aula der Digelfeldschule, die von Herbert Pfister und Sigfried Gramlich ausgearbeitet wurde.

Der absolute Höhepunkt des Festjahres war das dreitägige Jubiläumsfest vom 18. bis 20. Juni 2010. Nach dem feierlichen Festakt am Freitagabend folgte ein gigantischer Festumzug. An diesem nahmen zahlreiche befreundete Kapellen und örtliche Vereine teil. Der unbestrittene Star des Umzugs war die eigens für dieses Fest gegründete „Jubiläumskapelle“, in der 26 ehemalige aktive Musikerinnen und Musiker der Stadtkapelle noch einmal gemeinsam die Instrumente ergriffen und für Beifallsstürme auf den Straßen sorgten.

Zum feierlichen Ausklang des Jubeljahres luden wir im Herbst zum 28. Volkstümlichen Abend unter dem Motto „So klingt`s im Städtle“ ein. Als die Jubiläumskapelle der Ehemaligen unter den Klängen der aktiven Kapelle im Spalier in die tobende Halle einmarschierte, gab es kein Halten mehr. Zum krönenden Abschluss spielten alle Generationen, aktive und ehemalige, den von Anton Ranz eigens komponierten „Hayinger Jubiläumsmarsch“, während die Halle bebte.

In diesem festlichen Rahmen durften wir zudem unserem Dirigenten Herbert Pfister zu seinem herausragenden 25-jährigen Dirigentenjubiläum gratulieren.


Wechsel an der Vereinsspitze | 2011 – 2013

Nach dem intensiven Jubiläumsjahr vollzog sich im Jahr 2012 ein historischer Wechsel an der Vereinsspitze: Wolfgang Boy, der den Verein durch prägende Epochen wie die drei großen Country-Feste, die Probelokal-Renovierung und das 150-jährige Jubiläum geführt hatte, übergab das Amt des 1. Vorsitzenden an Lisa Pfister.

Nur ein Jahr später stand der Abschied vom alten Probelokal an, welches für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses abgerissen wurde, weshalb die Proben vorübergehend in die Digelfeldschule verlegt wurden.

Musikalisch hielten wir währenddessen die Qualität hoch und bewiesen beim Jubiläumsfest in Rottenacker im Mai 2013 mit einer spektakulären, rockigen Einlage zum Stück „Zwiefalter Klosterbräu“ echten Showcharakter und sicherten uns den 2. Platz.

Zum Jahresende 2013 ging schließlich eine weitere prägende Ära zu Ende als sowohl die 1. Vorsitzende Lisa Pfister als auch unser langjähriger Jugendleiter und Dirigent Herbert Pfister ihre Ämter zur Verfügung stellten.

Dadurch nahmen die Konzepte des Klassenmusizierens, des Spielkreises und des Vororchesters zunächst ein Ende und das Angebot der Jugendarbeit beschränkte sich auf die Jugendkapelle.


Die Ära Arthur Lamparter | ab 2014

Das Frühjahr 2014 stellte uns vor eine der größten Zerreißproben unserer Geschichte, die sich jedoch in ein musikalisches Märchen verwandeln sollte.

Nach dem Abschied von Herbert Pfister hatte die Interimsdirigentin Birgit Akamphuber die Kapelle intensiv auf das anstehende Frühjahrskonzert vorbereitet, erkrankte jedoch nur vier Tage vor dem Auftritt. In dieser absoluten Notsituation bewies Arthur Lamparter unglaublichen Mut: Er sprang spontan ein und leitete am 12. April 2014 mit nur einer einzigen gemeinsamen Gesamtprobe ein grandioses Konzert. Vor einem begeisterten Publikum dirigierte er anspruchsvolle Werke mit einer solchen Bravour, dass er noch am selben Abend als unser neuer Dirigent vorgestellt wurde. Zusätzlich übernahm er im Juli auch die musikalische Leitung unserer Jugendkapelle.

Ein besonderes Highlight seiner Amtszeit gestalteten wir im Jahr 2016. Da unsere Turn- und Festhalle renoviert wurde, mussten wir für unser traditionelles Frühjahrskonzert in die katholische Kirche St. Vitus ausweichen. Unter Lamparters Leitung boten wir ein klanggewaltiges, sakrales Programm, das die Kirche bis auf den letzten Platz füllte. Im selben Jahr führte er uns zu einem hervorragenden Ergebnis beim Wertungsspiel in Bierlingen, was den hohen musikalischen Leistungsstand unserer 65 aktiven Musiker eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Im Jahr 2017 gab Arthur Lamparter die Leitung der Jugendkapelle, vorerst interimsmäßig, an Karl-Heinz Bachmann weiter. Aus dieser Übergangslösung entwickelte sich ein bis heute andauerndes, langfristiges Engagement.

Dass Arthur Lamparter nicht nur ein fachlich brillanter Dirigent, sondern auch ein begnadeter Instrumentalist ist, zeigte er beim Frühjahrskonzert im April 2017. Bei der gefühlvollen Pop-Ballade „Purple Rain“ glänzte er mit einem leidenschaftlichen Solo am Altsaxophon und zog das Publikum so sehr in seinen Bann, dass er als Zugabe beim Klassiker „Baker Street“ gleich nochmal solistisch glänzen konnte.

Nachdem Klaus Steinhart im Jahr 2020 das Amt des 1. Vorsitzenden von Reiner Arnold übernommen hatte, bremste die Corona-Pandemie den Probenbetrieb und die Vereinsarbeit aus. Trotz der Krise bewiesen wir Musiker kreativen Zusammenhalt und veranstalteten gemeinsam mit den anderen örtlichen Vereinen im Jahr 2021 statt des Stadtfests den „Kulinarischen Sommer“.

Um die Jugendausbildung zukunftssicher aufzustellen, startete im Oktober 2021 die Musikalische Früherziehung.

Zum 50-jährigen JuKa-Jubiläum im Jahr 2023, fusionierten die Jugendkapellen aus Hayingen und Pfronstetten zu einer Gemeinschafts-Jugendkapelle, welche zu Beginn 2026 aus organisatorischen Gründen wieder aufgelöst wurde.

Im Juni 2024 verabschiedeten wir uns im Rahmen des Blasmusik-OpenAir`s von unserem Dirigenten Arthur Lamparter. Seine gesamte, ein Jahrzehnt umspannende Amtszeit, war geprägt von großer Geduld, tiefem Herzblut und der Fähigkeit, das Beste aus uns herauszuholen.


Die Ära René Glatzer | ab 2024

Nach intensiver Dirigentensuche konnten wir mit René Glatzer einen jungen, engagierten Dirigenten gewinnen, der uns mit frischem Elan in die Zukunft führt.

Unter seiner Leitung feierten wir bereits im November 2024 sein gelungenes Premieren-Jahreskonzert, das durchweg positive Resonanz erntete.

Unsere Jugendarbeit floriert weiterhin prächtig: Neben der Musikalischen Früherziehung und der Jugendkapelle wurde 2024 auch die Bläserklasse zurück ins Leben gerufen, um die Kinder und Jugendlichen möglichst frühzeitig für das gemeinsame Musizieren zu begeistern und bestmöglich zu fördern.

Im Februar 2026 verabschiedete sich Klaus Steinhart aus dem Ausschuss und übergab das Amt des 1. Vorsitzenden an Florian Bart.

Heute blicken wir als Stadtkapelle Hayingen e. V. auf eine stolze, über 160-jährige Vereinsgeschichte zurück und stehen zusätzlich auf einem gefestigten Fundament für die kommenden musikalischen Generationen.